Hautschutzplan

Der Hautschutzplan nennt die Gefahren der Haut am Arbeitsplatz und die zur Minimierung dieser Gefahren anzuwendenden Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel. Er ist vom Arbeitgeber zu erstellen und den Beschäftigten in geeigneter Form als Aushang bekannt zu geben.


Viele Berufskrankheiten sind auf Erkrankungen der Haut zurückzuführen. 2004 wurden in Deutschland den Berufsgenossenschaften 55.586 Verdachtsfälle auf Berufskrankheit gemeldet. 14.723 davon mit Verdacht auf Hautkrankheiten. Als Berufskrankheit anerkannt wurden 15.832 Fälle. Davon 1.198 als Hautkrankheit. Der Hautschutzplan wird unter sicherheitstechnischer und betriebsärztlicher Beratung auf den jeweiligen Arbeitsbereich abgestimmt: Er enthält Angaben zum Arbeitsbereich und zur hautgefährdenden Tätigkeit sowie die genauen Zeitpunkte, an welchen die entsprechenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden sollen; beispielsweise vor Arbeitsbeginn, nach einer Pause oder vor Feuchtarbeiten. Außerdem nennt er das zur einzelnen Schutzmaßnahme ausgewählte Produkt, z. B. das Hautschutzpräparat oder die Schutzhandschuhe.